cms wordpress

WordPress gehört neben Drupal, Joomla! und Typo3 zu den am meisten installierten Open Source CMS. Wie die Bezeichnung Content Management System schon sagt, geht es um die Verwaltung von Inhalten. Zu Beginn des Web-Zeitalters konnte nur ein versierter HTML Coder in den HTML Quelltext eingreifen und Änderungen vornehmen. Das war oft sehr mühsam, weil man bei der kleinsten Textänderung die Webmaster aufbieten musste.

Open Source
Es lag also Nahe, ein System zu entwickeln, dass es den Autoren ermöglichte auf die Inhalte zuzugreifen, um Änderungen vorzunehmen. Das Risiko des versehentlichen Löschens von wichtigen Formatierungen musste dabei ausgeschlossen werden.

Am Anfang waren diese CMS sehr komplex und auch sehr teuer weil eben auch plötzlich ein grosser Bedarf vorhanden war. Doch 1999 kam die Rettung mit dem ersten frei verfügbaren (Open Source) CMS Typo3. Andere wie WordPress folgten später.

Während Typo3 von der Installation und Bedienung her (meine Meinung) eher komplexer ist, hat sich WordPress schnell durchgesetzt. Laut Wikipedia gibt es weltweit über 60 Millionen installierte WordPress Systeme. Ein Grund mehr, WordPress näher zu betrachten.

Installation
Vorausgesetzt der Server läuft mit einer aktuellen Apache Version, die MySQL Datenbank und die Zugriffsrechte sind konfiguriert, dauert die Installation nur wenige Minuten. Man könnte also nach der Installation gleich loslegen. Doch gibt es noch zusätzliche Programme (Plugins) mit denen WordPress einfacher zu bedienen ist und auch sicherer wird. Was die Sicherheit anbelangt, verwende ich bei meinen WordPress Installationen das Anti Spam Plugin Akismet und zum Schutz gegen Angreifer (Hacker) Better WP Security. Es gibt natürlich noch unzählige andere Plugins. Zum Teil sind es Spielereien aber auch ganz Nützliche. Es ist zu beachten, dass mit der Anzahl aktiver Plugins die Leistung von WordPress abnimmt, dass heisst es wird langsamer, und wer wartet schon gerne im Web.

Design
Wie auch bei den Plugins gibt es bei den Designs (Themes) eine Riesenauswahl. Hauptkriterien bei der Auswahl sind sicher ein responsives Design (die Auflösung wird auf alle Endgeräte angepasst) und ein schlanker und fehlerfreier Code. Doch ehrlich gesagt, wenn man sich in ein Theme verknallt hat, macht man da und dort einige Abstriche. 

Jede Vorlage kann natürlich auch auf die eigenen Bedürfnisse abgeändert werden (das ist das schöne an Open Source). Bei manchen Themes gibt es die Möglichkeit Text, Hintergrund, Breite, Anzahl Spalten, usw. aus dem Admin Menü zu wählen. Doch bei den meisten Vorlagen muss das Theme manuell geändert werden. Wichtig dabei ist zu beachten, dass zuerst ein Child Theme erstellt werden muss. Das Original sind also die Eltern (Parents). Wird dieser Schritt unterlassen, gibt es bei einem eventuellen Theme Update eine grosse Überraschung – alle Änderungen sind dann wieder weg und man steht mit abgesägten Hosen da.

Schreiben/Texten
Bevor Sie richtig loslegen, sollte die Wahl des des Designs (Theme) einen bleibende Sache sein. Man kann schon  gelegentlich ein anderes Design installieren, doch kann es vorkommen, dass Abschnitte im Text plötzlich anders formatiert sind als der Rest. Wenn Sie dann schon einige Seiten oder Beiträge verfasst haben, müssen Sie in mühsamer Arbeit die einzelnen Stellen ändern. 

Die Textformatierung beschränkt sich auf die Grundfunktionen eines Textverarbeitungsprogramms. Mit Farben sollte man eher sparsam umgehen. Schliesslich gibt es ja ein zentrales Style Sheet. Was manuell hinzugefügt wurde, muss auch – wenn es einem nicht mehr gefällt – manuell entfernt werden. Übrigens gibt es die Möglichkeit Texte von Word unformatiert in WordPress einzufügen. Übernehmen Sie bloss nicht die Formatierung von Word, sonst haben Sie einen riesen Code Salat.

Wer was darf bestimmt der Administrator. Er oder sie kann Benutzer hinzufügen und auch wieder entfernen. Es gibt verschiedene Rechte für Abonnenten Mitarbeiter, Autoren und Redakteure. Gäste können in einem Blog Kommentare verfassen, ohne dass sie angemeldet sein müssen. Aber gerade der Gastbereich ist anfällig für Spam.

Medien
Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Diese Weisheit gilt ganz besonders im Web. Bei der Suche haben Mediendateien bessere Chancen gefunden zu werden als Text. Nicht umsonst ist Youtube so erfolgreich. Ein Bild mit einem Titel, Alternativtext und Beschreibung wird von den Suchrobotern (Robots) besser indexiert. Nur Schade, dass gerade diese Möglichkeit mehrheitlich unterschätzt wird. Und noch etwas zur Bildgrösse: mehr als 1024 Pixel (Breite) sind unnötig und verlangsamen WordPress massiv. Am Besten immer eine Vorschau (Thumbnail) mitliefern.

eCommerce

Immer mehr Konsumenten sind es sich gewohnt, Informationen und Dienstleistungen von überall und jederzeit abrufen zu können. Anbieter, die bei Suchanfragen wie „Bücher bestellen“ oder „Flüge buchen“ ganz oben bei den Suchergebnissen von Google & Co. aufgelistet werden, machen das Rennen und verdienen Geld im Internet.

Weg vom Fenster
Aber was passiert mit den Anbietern, die nicht auf den ersten Seite der Suchergebnisse auftauchen oder gar keine online Verkaufsplattform betreiben? Diese verdienen ihr Geld mit der traditionellen Kundschaft oder verschwinden vielleicht irgendwann ganz.

Diese Unternehmen konzentrieren sich auf die KundInnen, die in einen Buchladen gehen und sich vielleicht ein Buch kaufen oder ins nächste Reisebüro spazieren um sich über Städtereisen zu informieren. Der Nachteil ist, dass die meisten Läden nur von 9 bis 7 Uhr offen sind. In der restlichen Zeit entgehen ihnen die besten Geschäfte.

24/7 und die internationale Konkurrenz
Wer 7 Tage und rund um die Uhr erreichbar ist, kann mehr verkaufen. Aber die Konkurrenz ist auch um ein Vielfaches grösser. Jeder kann im Markt mitmischen, aus der Schweiz oder aus dem Ausland. Es gibt keine Grenzen im E-Commerce. Bei diesem Überangebot stellt sich die Frage, wie Sie sich aus der Masse herausheben und wie Sie Vertrauen schaffen können? Sicher, ein professioneller Online-Auftritt sagt schon einiges über eine Firma aus. Andererseits kann sich heute jeder ein gutes Design leisten. Es gehört also mehr dazu um glaubhaft zu wirken.

Präsenz zeigen
Das gleiche, das schon bei traditionellen Geschäften wichtig ist: immer präsent sein. Das beginnt mit einer Website mit aktuellen Inhalten. Auf der Homepage eines Buchladens mit einer angekündigten Autorenlesung, die im Oktober letzten Jahres stattgefunden hat, werden sicher einige Internetbenutzer misstrauisch.

Inhalte optimieren
Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) spielt eine wichtige Rolle im Internet Marketing. Die Anzahl Zugriffe aus der organischen Suche auf eine Website werden massgeblich mit den Begriffen bestimmt, mit denen der Inhalt optimiert wurde. Wie oft und wie lange Ihre Online Inhalte besucht wird, hängt von Qualität des bereitgestellten Textes ab. Mit den geeigneten Tools, wie z.B. Google Analytics, wird das Besucherverhalten gemessen und ausgewertet. Die daraus gewonnenen Daten dienen der weiteren Optimierung.

Bloggen
Die Suchmaschinen orientieren sich an aktuellen und informativen Inhalten. Wie können Sie mehr aktuelle Inhalte produzieren? Starten Sie auf Ihrer Website einen Blog und lassen Sie andere Internetbenutzer auf Ihrem Forum teilhaben. Dadurch entstehen aktuelle Inhalte, die von den Suchmaschinen erfasst werden – Ihre Website steigt im Wert.

Weitersagen
Was im Web immer mehr Gewicht hat, ist das was Andere über Ihre Produkt oder Ihre Dienstleistungen sagen. OK, auch da kann man mogeln. Doch Google & Co. arbeiten unermüdlich an Algorithmen um das zu verhindern. Also was müssen Sie noch mehr tun, dass Ihre Website endlich zu Vorschein kommt?

Social Media
Ein eigener Blog ist erst der Anfang. Auf sozialen Netzen wie Facebook, Twitter und Google plus verbinden Sie sich mit Bekannten, Verwandten, Arbeitskollegen und Geschäftspartnern. Wenn Sie etwas Neues zu berichten haben, dann schreiben Sie eine kurze Zusammenfassung mit einem Verweis auf den Blog-Artikel. Natürlich ist es noch besser, wenn andere schreiben, wie gut Ihre Produkte sind.

Google gewinnt an Einfluss
Was Internet-User von Ihren Dienstleistungen und Produkten halten, beeinflusst immer mehr das Suchergebnis. Google im speziellen setzt hier Meilensteine: wer sich auf Google Plus einloggt, kann durchaus andere Suchergebnisse erhalten, als jemand, der nicht mit einer Google Identität surft. Je mehr mitmachen, umso besser für die, die auf Google bloggen oder bloggen lassen.